Die Anforderungen, die an einen metallischen Hochleistungswerkstoff gestellt werden, können oftmals nicht in einem ausreichenden Maße von nur einem Metall oder einer Legierung erfüllt werden. Hier bieten Werkstoffverbunde aus Metallen, die untereinander nicht löslich sind, eine Basis, um extremen Anforderungen gerecht zu werden. In der Praxis werden solche Werkstoff-Verbunde durch den Prozess des Hintergiessens mit Kupferschmelze realisiert.
So zeichnet sich beispielsweise ein Werkstoffverbund aus Wolfram, dem Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt und Kupfer mit seiner hohen elektrischen und thermischen Leitfähigkeit durch eine hohe Abbrandfestigkeit bei gleichzeitig sehr guter Wärmeabfuhr aus. Infolge der Unlöslichkeiten von Wolfram in Kupfer liegen somit die kennzeichnenden Eigenschaften beider Metalle nebeneinander vor und eröffnen breite Anwendungsbereiche.
Vorteile von Werkstoffverbunden:
- hohe Abbrandfestigkeit kombiniert mit hoher elektrischer Leitfähigkeit
- gute Wärmeleitfähigkeit
- hohe Temperaturbeständigkeit
- gute spanabhebende Bearbeitbarke
Typische Einsatzgebiete:
- Stehanoden
- Plasmaspritzdüsen und Elektroden
- Abbrandkontakte
- Trägerplatten bzw. Wärmesenken als passive Kühlelemente